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Roberto de Mattei

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Roberto de Mattei

Roberto de Mattei, Historiker, 1948 geboren, entstammt einem Geschlecht sizilianischer Barone. Sein Großvater, Eugenio de Mattei (1859-1945), war ein führender italienischer Bakteriologe der sich nach dem Studium der Medizin in Catania zunächst in Pisa, Turin und München in Nierenheilkunde, dann am Robert-Koch-Institut in Berlin und Louis-Pasteur-Institut in Paris im Bereich der Mikrobiologie spezialisierte. Forschungs- und Publikationstätigkeit mit R. Emmerich. Ordentlicher Professor der Bakteriologie an der Universität Catania mit besonderen Schwerpunkt für die Seuchenbekämpfung, Erziehung zur Hygiene der Bevölkerung, besonders durch die Schule, daher besonderes Interesse auch für Anthropologie und Soziologie. Reiche publizistische Tätigkeit.

Sein Vater, Rodolfo de Mattei (1899-1981), studierte Rechtswissenschaften an der Universität Catania, erster Lehrstuhlinhaber für Politische Theorie und Ideengeschichte Italiens, zunächst an der Universität Cagliari, dann an den Universitäten Florenz und Pisa, und schließlich ab 1949 an der Universität Rom. Mitglied verschiedener Akademien der Wissenschaften in Italien, Frankreich und Spanien, Ehrendoktorwürden, italienischer Vertreter bei der UNESCO, reiche Publikationstätigkeit zur Ideengeschichte, der Staatsräson aber auch über die Stadt Rom. Ebenso trat Rodolfo de Mattei mit Gedichtbänden an die Öffentlichkeit.

Roberto de Mattei, 1948 in Rom geboren, studierte Geschichte und promovierte im Fach Zeitgeschichte an der römischen Universität La Sapienza. Er war Schüler und Assistent des Philosophen Augusto Del Noce und des Geschichtswissenschaftlers Armando Saitta. Sich selbst sieht er vor allem als Schüler von Plinio Corrêa de Oliveira, mit dem ihn eine zwanzigjährige Freundschaft verband und über den er eine Biographie verfaßte.

Ab 1978 spezialisierte sich de Mattei am italienischen Institut für Geschichtsforschung in den Bereichen Geschichte der Neuzeit und Zeitgeschichte, ab 1985 war er ordentlicher Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Cassino, seit 2005 ist er Lehrstuhlinhaber für Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom. Von 2002-2013 leitete er die internationale, historische Fachzeitschrift Nova Historica. 2002-2011 war er stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Forschungsrates von Italien und Leiter des Fachbereiches Geisteswissenschaften. Von 2002-2006 war er Berater der Italienischen Regierung in Auslandsfragen. Er war Vorstandsmitglied des Italienischen Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, Vorstandsmitglied der Italienischen Geographischen Gesellschaft und der Italienischen Akademie an der Columbia University in New York. 1982 gründete er das Kulturzentrum Lepanto und ist Vorsitzender der heutigen Stiftung Lepanto. Er ist Gründer und Leiter der Monatszeitschrift Radici Cristiane (Christliche Wurzeln) und der Nachrichtenagentur Corrispondenza Romana (Römische Korrespondenz).

Reiche publizistische Tätigkeit: Bücher zur Kirchengeschichte und zu aktuellen politischen, kulturellen und kirchlichen Fragen darunter einer Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils als ein erstes Gegengewicht zum Monopol der Konzilsdeutung durch die progressive „Schule von Bologna“. Ein „Postscriptum“ als Nachfolgeband ist 2017 unter dem Titel Verteidigung der Tradition in deutscher Übersetzung erschienen. Ein Buch, das „zur Entwirrung der verworrenen Situation maßgeblich beitragen“ kann, so der Theologe und Philosoph Wolfram Schrems, der mit dem Buch erstmals als Übersetzer in Erscheinung getreten ist.

Roberto de Mattei gehört zu den führenden katholischen Intellektuellen, dessen Stimme als Verteidiger der natürliche und göttlichen Ordnung, der überlieferten Glaubens- und Morallehre und der katholischen Kirche durch eine starke Vernetzung internationales Gehör findet. Zuletzt erschienen:

  • Vicario di Cristo. Il primato di Pietro tra normalità ed eccezione (Stellvertreter Christi. Der Primat des Petrus zwischen Normalität und Ausnahme), Verona 2013;
  • Pio IX e la Rivoluzione italiana (Pius IX. und die italienische Revolution), Siena 2012;
  • L’Euro contro l’Europa. Vent’anni dopo il trattato di Maastricht (Euro gegen Europa. 20 Jahre nach dem Maastricht-Vertrag), Chieti 2012;
  • in deutscher Übersetzung zuletzt: Verteidigung der Tradition – Die unüberwindbare Wahrheit Christi, mit einem Vorwort von Martin Mosebach, Altötting 2017;
  • Das Zweite Vatikanische Konzil – eine bislang ungeschriebene Geschichte, Ruppichteroth 2011.