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Fjodor Dostojewskij

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Fjodor Dostojewskij

Fjodor DostojewskijFjodor Michailowitsch Dostojewskij (1821-1881) ist einer der weltliterarisch bedeutendsten Autoren des 19. Jahrhunderts, der mehr als andere das geistig-religiöse Bewußtsein des 20. Jahrhunderts beeinflußte.

Als Sohn eines Moskauer Armenarztes, 1839 wird der Vater von Leibeigenen seines kleinen Landguts umgebracht, besucht Dostojewski die Petersburger Militäringenieurschule und tritt eine Stelle im Kriegsministerium an, die er 1844 kündigt, um freier Schriftsteller zu werden. Beeinflußt von französischen Sozialutopisten, der Religionskritik von Feuerbach und Strauß sowie dem revolutionär-demokratischen Literaturkritiker Belinskij wird der 25-jährige mit seinem ersten Roman Arme Leute (1846) über Nacht berühmt. 1849 wird er wegen Kontakten zu sozialistisch gesinnten Zarengegnern zum Tod verurteilt. Er muß eine Scheinhinrichtung über sich ergehen lassen, wird in letzter Sekunde zu vier Jahren Zwangsarbeit in Sibirien (festgehalten in seinen Aufzeichnungen aus einem Totenhaus 1860/1862) und anschließendem Militärdienst begnadigt. Auf dem Weg dorthin wird ihm ein neues Testament geschenkt, dessen Lektüre zu einer grundlegenden Wandlung führt (1859 Entlassung aus der Armee wegen starker elliptischer Anfälle).

In seinen als Fortsetzungsromane in russischen Zeitschriften veröffentlichten großen Erzählwerken - Schuld und Sühne/Versprechen und Verbrechen und Strafe (1866), der Idiot (1868), die Dämonen/Böse Geister (1871) bis zu den Karamasows bezieht Dostojewskij gegen Religionslosigkeit und Werdezerfall ebenso kritisch Stellung wie gegen Sozialismus und Anarchismus. Die meisten Werke entstehen unter dem Druck ständigen Zeit- und Geldmangels während mehrere durch Spielleidenschaft und Schulden erzwungener Auslandsaufenthalte sowie unter geheimpolizeilicher Überwachung bis ans Lebensende. Seine Popularität bezeugt die von zehn tausenden begleitete Beisetzung in Petersburger Alexander-Newskij-Kloster.


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